Arbeitgeber & Arbeitnehmer · Sobbe Steuerberatung Haan
Jobticket und Deutschlandticket 2026: So bezuschussen Arbeitgeber steuerfrei
Das Deutschlandticket kostet seit Januar 2026 63 € im Monat. Viele Arbeitgeber übernehmen die Kosten ganz oder teilweise. Das ist steuerlich attraktiv, hat aber Folgen für die Pendlerpauschale. Hier der Überblick für Arbeitgeber und Beschäftigte in Haan.
Kurz erklärt: Ist das Jobticket steuerfrei?
Ja. Zuschüsse des Arbeitgebers zu Tickets für den öffentlichen Nahverkehr sind nach § 3 Nr. 15 EStG steuer- und abgabenfrei, wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Der steuerfreie Betrag wird allerdings auf die Entfernungspauschale des Arbeitnehmers angerechnet.
Deutschlandticket als Jobticket
Das Deutschlandticket kostet seit 1. Januar 2026 63 € im Monat. Als „Deutschlandticket Job“ gibt es einen Rabatt von 5 %, wenn der Arbeitgeber mindestens 25 % des Preises übernimmt. Das Ticket kostet dann 59,85 €. Der Arbeitgeber zahlt mindestens 15,75 €, für den Beschäftigten bleiben höchstens 44,10 €. Der Rabatt ist eine Regel der Verkehrsunternehmen, kein Steuerrecht.
Variante 1: steuerfreier Zuschuss
Der Arbeitgeber zahlt den Zuschuss zusätzlich zum Gehalt. Er ist steuer- und sozialversicherungsfrei und wird in der Lohnsteuerbescheinigung gesondert ausgewiesen. In der Steuererklärung des Arbeitnehmers mindert er die Entfernungspauschale.
Beispiel: Der Arbeitgeber übernimmt das Deutschlandticket vollständig, also 63 € × 12 = 756 € im Jahr. Um diese 756 € sinkt die abziehbare Entfernungspauschale des Arbeitnehmers. Für Pendler mit kurzem Arbeitsweg ist das meist trotzdem ein gutes Geschäft.
Variante 2: Pauschalsteuer mit 25 %
Alternativ kann der Arbeitgeber den Zuschuss mit 25 % pauschal versteuern. Dann wird der Zuschuss nicht auf die Entfernungspauschale angerechnet. Diese Variante lohnt sich vor allem für Beschäftigte mit langem Arbeitsweg, die ihre volle Pendlerpauschale behalten möchten. Für den Arbeitgeber entstehen dafür zusätzliche Kosten.
Was bedeutet das für die Pendlerpauschale?
Seit 2026 beträgt die Entfernungspauschale einheitlich 38 Cent ab dem ersten Kilometer. Details und ein Rechenbeispiel finden Sie in unserem Beitrag zur Pendlerpauschale 2026. Wer ein steuerfreies Jobticket erhält, sollte in der Steuererklärung prüfen, ob die Anrechnung korrekt übernommen wurde.
Checkliste für Arbeitgeber
- Zuschuss zusätzlich zum vereinbarten Gehalt zahlen, nicht durch Umwandlung von Gehalt
- Nachweis über das Ticket zum Lohnkonto nehmen
- Steuerfreie Zuschüsse in der Lohnabrechnung richtig kennzeichnen
- Bei Beschäftigten mit langem Arbeitsweg die Pauschalsteuer als Alternative prüfen
Jobticket in der Lohnabrechnung
Wir richten den Zuschuss in Ihrer Lohnabrechnung richtig ein und rechnen durch, welche Variante für Ihre Beschäftigten günstiger ist.
Häufige Fragen
Ist ein Zuschuss zum Deutschlandticket steuerfrei?
Ja, wenn er zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt wird.
Verliere ich dadurch meine Pendlerpauschale?
Nicht ganz. Die Pauschale wird um den steuerfreien Zuschuss gekürzt. Bei Pauschalversteuerung durch den Arbeitgeber entfällt die Kürzung.
Was kostet das Deutschlandticket als Jobticket?
Mit mindestens 25 % Arbeitgeberzuschuss 59,85 € im Monat. Der Arbeitnehmer zahlt dann höchstens 44,10 €.